Nekromantie¶
Nekromantie ist sowohl eine Disziplin als auch eine Magieschule, die sich der Herrschaft über die Seele der Toten widmet. Sie ähnelt der Thaumaturgie (folgt), denn sie besteht aus mehreren „Pfaden" und den dazugehörigen „Ritualen" statt aus einer klaren, linearen Abfolge von Kräften. Das Studium der Nekromantie ist nicht sehr verbreitet, und ihre Anwender — vor allem Kainskinder aus dem Hause Giovanni — werden wann immer möglich gemieden oder ignoriert (natürlich nur, bis man diese Praktiken braucht).
Im Laufe der Jahrhunderte haben sich verschiedene Schulen der vampirischen Nekromantie herausgebildet, wodurch Kainiten mehrere unterschiedliche nekromantische Pfade offenstehen. Fast alle modernen Nekromanten lernen zuerst den sogenannten Pfad des Grabes und dehnen ihre Studien dann auf andere Pfade aus. Der „Hauptpfad" des Charakters steigt automatisch, wenn der Charakter seinen Nekromantie-Grundwert erhöht. Andere Pfade muss man mit Erfahrungspunkten als Sekundärpfade einzeln erwerben.
Wie Thaumaturgie hat Nekromantie auch eine Reihe von Ritualen hervorgebracht. Nekromantische Rituale haben zwar nicht so direkte Auswirkungen wie die Grundkräfte der Nekromantie, können aber beeindruckende Langzeitwirkungen entfalten. Es überrascht nicht, dass die Zutaten zu nekromantischen Ritualen Dinge wie schon lange beerdigte Leichen, Hände Erhängter und so weiter sind und es recht schwierig sein kann, entsprechende Materialien zu finden.
System
Ein kainitischer Nekromant muss zumindest 3 Stufen seines Hauptpfades lernen, ehe er die erste eines sekundären Nekromantiepfades lernen kann. Dann muss er den Hauptpfad meistern (Stufe 5 erreichen), ehe er einen dritten Pfad angehen kann.
Wie bei Thaumaturgie (folgt) kostet die Steigerung des Hauptpfades die normale Menge an Erfahrungspunkten, während das Studium sekundärer nekromantischer Pfade zusätzliche Kosten mit sich bringt. Weil Nekromantie nicht ganz so streng gelernt werden muss wie Thaumaturgie, können sich die erforderlichen Würfe für nekromantische Kräfte von Pfad zu Pfad oder gar innerhalb desselben Pfads unterscheiden. Wir präsentieren im Folgenden zunächst den Pfad des Grabes und dann die anderen in alphabetischer Reihenfolge.
Werte für Geister s. Kapitel neun.
Quo Vadis, Mortis?
Einige verlorene Clans und Blutlinien, etwa die Kappadozianer und die Lamien, beherrschten eine alte Disziplin namens Mortis. Manche kluge Kainskinder behaupten, Mortis und Nekromantie seien unterschiedliche Disziplinen, aber der Einfachheit halber geben wir die drei in diesem Buch enthaltenen Mortis-Pfade als Nekromantie-Pfade an. Die Kappadozianer spezialisierten sich entweder auf den Pfad des Leichnams oder auf den Pfad des Verfalls, während die Lamien im Allgemeinen den Pfad der vier Säfte als ihren primären erwählten. Es geht das Gerücht, die Sendboten des Todes im Sabbat hätten den Pfad des Leichnams und den Pfad des Verfalls wieder gelernt und bezeichneten beide gemeinsam als den „Mortuus-Pfad", aber auch sie machen es wie die meisten modernen Nekromanten und wählen den Pfad des Grabes als Primärpfad, ehe sie den Pfad des Leichnams und den Pfad des Verfalls erlernen.
Pfade¶
- Pfad des Grabes — der Hauptpfad, den fast alle Nekromanten zuerst lernen
- Gläserner Pfad
- Pfad der Asche
- Pfad der Gebeine
- Pfad der vier Säfte
- Pfad des Leichnams
- Pfad des Nachrufs
- Pfad des Verfalls
Nekromantische Rituale¶
Sammelseite aller Rituale, sortiert nach Stufen.